Eine Kinderhand, einst so warm und unbedarft, liegt eisig kalt auf der weinend Mutter Schoß.
Ein Meer aus Rot legt sich auf den Kinderleib.Ein Blick so leer, wo ein einst nur Liebe blicken konnte.

Alles muss sterben an diesem Tag, weil ich das Leid nicht mehr aufnehmen mag.
Alles ist eisig, mir ist so kalt. Der eisige Atem der ewigen Nacht.

Mutter, mir ist kalt. Mutter, wo bist du? Ich sehe dich nicht.
Mutter, weine nicht, ich bin doch da. Mutter, spürst du nicht den Wind im Haar?
Mutter, er bringt meine Liebe dir. Mutter, ich werde immer bei dir sein.

Das Kind wollte nur zur Mutter laufen, wusste nichts von Krieg und Hass.
Streckt die Hand nach ihrem Arm aus, blieb nicht, wo man ihm befahl.
Es hört nicht auf all die Rufe, hatte Angst, wollt doch zu ihr.
Strahlte los, als sie es ansah, kurz bevor der Schuss es traf.

Seine kleine Welt war ihm doch so lebenswert,
warum musste man ihm nehmen was sein Herz so heiß begehrt?
Liebe Mutter sieh mich an, gib mir bitte deine Hand.
Es ist dunkel mir ist kalt und ich hab' so große Angst.
Und der Regen spült hinfort alle Tränen, all das Blut,
doch den Schmerz kann er nicht nehmen, hält er sich doch an dem Herzen fest.
Und das Kind, es fällt allein auf den Boden nass und kalt.
Griff noch nach der Mutter Hand, doch erreichte es sie nie.
Und so wird ihm alles schwarz und es kann sie nicht mehr sehen.
Tragen Engel es hinfort, wär es doch so gern bei ihr.
Denn es fühlt sich so allein, hatten sie doch nur einander
und so fängt es an zu rufen, denn es sieht die Mutter nicht.
Elend kauert da am Boden, den noch warmen Leib im Arm,
die Mutter, streichelt zärtlich übers nasse Haar vom Kind.
All die Welt friert ein in Wehmut, sieht das Leid und all den Schmerz,
wie die Frau am Boden hält, ein Kind, das seine Mutter liebt.

Es trägt den Schmerz der ganzen Welt.
Ein Kind, das seine Mutter liebt.
Erinnerung an schöne Tage gehen.
Versickern wie der Regen auf dem Grund.
Geborgenheit hat es von ihr erfahren,
nun muss das Kind alleine gehen.
Und während es die Welt lässt hinter sich,
fällt Regen auf das tote Kind.

Liebe Mutter, sei nicht traurig, ich bin doch bei dir.
Jeden Tag und jede Nacht bleibt die Wärme hier.
Und am Ende, eines Tages, werden wir uns sehen.
Dann kann niemand uns mehr trennen, dann bleib ich bei dir.

Mutter, mir ist kalt. Mutter, wo bist du? Ich sehe dich nicht.
Mutter, weine nicht, ich bin doch da. Mutter, spürst du nicht den Wind im Haar?
Mutter, er bringt meine Liebe dir. Mutter, ich werde immer bei dir sein

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